Rein statistisch gesehen enthält jedes vierte Bild, dass wir hier schießen, ein Schaf. Schottland ist das Land der Schafe, man trifft sie hier überall. Für die Einheimischen muss es reichlich seltsam aussehen, wenn wir Touristen hier ständig langsam fahren und mit großen Augen die Tiere beobachten, wenn sie gemächlich die Straße kreuzen. Sie tun das übrigens meist nur, wenn Touristen langsam fahren. Bei schnell fahrenden Einheimischen bleiben sie am Straßenrand. Völlig doof sind die schließlich auch nicht.

Touristen bremsen, sobald Schafe erkennbar sind – woraufhin diese gerne die Straßenseite wechseln

 

Heute sahen ich etwas, was mein Fotografenherz höher schlagen ließ: Einen alten Friedhof zwischen Broadford und Elgol, gegenüber dem Strath Glebe Cottage. Einen, auf dem zwei Dutzend Schafe grasten. Direkt zwischen den Grabsteinen. Vierbeinige Friedhofsgärtner, sozusagen.

Der alte Friedhof zwischen Broadford und Elgol, gegenüber dem Strath Glebe Cottage

 

Daraus resultierte eine Stimmung, die schwer zu beschreiben ist. Das Traurige eines Friedhofs und das Lebenslustige von umherspringenden Lämmern. Durchmischt von gelegentlichem „Määäääh!“.

Schafe halten das Gras auf dem Friedhof englisch kurz

 

Die Szenerie war so skurril, dass sie mich und meine Kamera minutenlang in Atem hielt:

Schafe spazieren zwischen den Gräbern umher

 

Der ehemalige Giebel der Kapellenruine hat so einiges erlebt

 

Schafe reiben sich gerne an Ecken und Kanten. Auf einem Friedhof gibt es viele Gelegenheiten dafür

 

Der eine geht, der andere kommt

 

Auf manchen Betrachter mögen Schafe auf Friedhöfen befremdlich wirken

 

Schaf, Lamm, Grab

 

Nachwuchs zwischen Gruften

 

Verkehrsteilnehmer

 

Friedhofswärter