Als wir vor 3 Wochen die ersten zaghaften Versuche machten, mit Schotten zu sprechen, endeten diese meist mit großen Augen und der Frage „Sorry?“. Das schöne an Sprachreisen ist aber, dass man während des Besuchs des fremden Landes die Sprache der Einwohner von ganz alleine lernt. Fantastisch!

Und so ist es nach 3 Wochen Zeit, sprachtechnisch Bilanz zu ziehen. Nach 21 Tagen in Schottland verstehe ich… weiterhin nur Bahnhof. Es mag seltsam klingen, aber ich habe in all der Zeit keine Fortschritte beim Schottenverstehen gemacht. Für mich das nach wie vor eine Art Klingonisch mit englischklingenden Orientierungspunkten im Satzbau. Ich mag den Klang des schottischen Englisch (ich schreibe hier nicht von gälisch). Es klingt irgendwie rau, ursprünglich, ungekünstelt. Aber ich verstehe nur die Hälfte. Wenn überhaupt.

Manchmal versteht man die Schotten nicht

 

Wie schön, dass Schotten unglaublich freundliche Menschen sind. Wenn Du etwas nicht verstehst, wiederholen sie das Unverständliche noch einmal. Genauso unverständlich, aber mit einem Lächeln. Und wenn Du signalisierst, dass Du es immer noch nicht verstanden hast, sagen sie es noch ein drittes mal – unverändert. Danach helfen Hände und Füße. Und obwohl man oft genug nicht versteht was sie sagen, lassen sie einen nicht mit dem Gefühl zurück, man würde sich nicht genug Mühe geben. Sie schauen Dich an, lächeln und sagen nonverbal: Schön dass Du da bist.

Zwei konkrete Dinge nagen allerdings an mir. Ich war gleich zweimal in dem Örtchen Drumnadrochit, traue mich allerdings bis heute nicht, es auszusprechen. Und: Ich hätte so gerne mal einen Bunnahabhain bestellt und probiert, hatte jedoch Angst, mich bei der Bestellung des Whiskys zu verschlucken und habe es deshalb nicht getan.

Schottland? Verstehe ich nicht. Macht aber nichts, oder: Macht sogar den besonderen Reiz aus.

Die Schotten: Stolzes Volk, für mich schwer zu verstehen

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